Hans Heinrich Hansen nimmt Minderheitenpreis Südtirols entgegen


Landeshauptmann Durnwalder, FUEV-Präsident Hans Heinrich Hansen und Landeshauptmann-Stellvertreter Bergner.



In einer feierlichen Zeremonie vor rund 200 Gästen auf Schloss Tirol bei Meran, der Wiege des Landes Tirol, nahm Hans Heinrich Hansen, Präsident der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppe (FUEV), vom Landeshauptmann Louis Durnwalder den Südtiroler Minderheitenpreis für die Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen entgegen. Der Preis wird zum zweiten Mal vergeben und ist mit 20.000 Euro dotiert.
                                                                                                     

Landeshauptmann Durnwalder richtete das Wort direkt an den FUEV-Präsidenten Hans Heinrich Hansen und dankte ihm persönlich für seinen Einsatz: „Wir schätzen Sie hier in Südtirol für ihren Einsatz auch für unseren Landesteil und für die Ladiner sowie für die vielen Minderheiten in ganz Europa. Ich weiß von dem großen ehrenamtlichen Engagement, das sie investieren und wie viele Kilometer sie durch Europa reisen, um sich für die Minderheiten einzusetzen – ich spreche für die Minderheiten in Europa, wenn ich ihnen für diese Leistung danke“, so Louis Durnwalder.

An der Preisverleihung nahmen neben FUEV-Vizepräsidentin Martha Stocker, FUEV-Direktor Jan Diedrichsen, FUEV-Projektleiterin Judith Walde auch der ehemalige Präsident der FUEV Christoph Pan teil. Anwesend waren auch der ehemalige Abgeordnete des Europäischen Parlaments Michl Ebner, heute Präsident der Handelskammer in Südtirol, und dessen Nachfolger in Brüssel Herbert Dorfmann sowie viele Ehrengäste.

Hans Heinrich Hansen bedankte sich für die hohe Ehrung und sah dies als Ermutigung für die – oft kritische – Begleitung der Minderheitenpolitik der Europäischen Union aber auch der  Regionen sowie der Staaten in Europa durch den größten zivilgesellschaftlichen Vertreter der autochthonen Minderheiten. Die FUEV hat derzeit 90 Mitglieder in 32 europäischen Ländern.

Hans Heinrich Hansen erklärte in seiner Dankesrede:


„Heute vor 65 Jahren unterzeichneten Alcide Degasper200i und Karl Gruber in Paris den Vertrag, der Südtirol endgültig zu einem Teil des italienischen Staatsgebietes machte, aber auch eine  Autonomie zusicherte. Ab 1992 erreichte sie ihre endgültige Form. Und damit wurde Realität, was Karl Gruber 1946 zu dem Vertrag gesagt hat:
 Die Umsetzung erfordert Guten Willen. Dies ist eine Grundvoraussetzung für alle Minderheitenpolitik.
 Der Gute Wille der Nationalstaaten muss vorhanden sein, um positive Ergebnisse in der Minderheitenpolitik zu erreichen.
 Voraussetzung dafür ist es, dass es auf der anderen Seite eine Kraft gibt, die von der oft trägen Politik wahrgenommen wird. Diese Kraft sind die Minderheiten selbst. Sie sind – wie die Südtiroler  - von einem leidenschaftlichen, eigensinnigen und kraftvollen Selbsterhaltungstrieb getragen, aus Liebe zu ihrer eigenen Kultur, ihrer eigenen Sprache, ihrem eigenen Ausdruck, kurz aus einem Heimatgefühl, das stärker und tiefer ist als die bloße und mitunter auch zufällige Zugehörigkeit zu einer Region.
 ...
 Verehrter Herr Landeshauptmann, Sie sind „einer von uns“. Sie haben dies oft bewiesen, und ich habe als Präsident der FUEV immer wieder zu Ihnen kommen können, wenn Not am Mann war.
Auch die Geschichte der FUEV zeigt deutlich, wie engagiert die Südtiroler mitgewirkt haben, um die FUEV zu dem zu machen, was sie heute ist. Insgesamt 15 Jahre des 62 jährigen Bestehens der FUEV standen Südtiroler an der Spitze unserer Organisation, nämlich
Friedl Voggler, Karl Mitterdorfer und Cristoph Pan. Heute führt Martha Stocker als engagierte Vizepräsidentin diese Arbeit fort.“

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen