Plattform stellt Bericht zur Mehrsprachigkeit vor – FUEV fordert: nicht ohne die Kleinen


Auf Initiativen der Europäischen Kommission wurde 2009 die sog. "Plattform der Zivilgesellschaft für Mehrsprachigkeit" ins Leben gerufen (Civil society platform to promote multilingualism) Die FUEV hat als Vertreter der Regional- und Minderheitensprachen an der Arbeitsgruppe teilgenommen. Ein Ergebnis der durch die EU-Kommission finanzierten Tagungen ist ein Bericht mit Empfehlungen zur Mehrsprachigkeit, der kürzlich veröffentlicht wurde. 

An dem Bericht haben rund 20 Organisationen, die in verschiedenen Bereichen der Mehrsprachigkeit und sprachlichen Vielfalt in Europa tätig sind (unter anderem die nationalen Kulturinstitute – Britisch Council, Goethe-Institut) mitgewirkt.

Der Bericht, mit Empfehlungen an die europäischen Entscheidungsträger, setzt sich auch mit der Rolle der Regional- und Minderheitensprachen auseinander.

„Es ist für die FUEV und ihre 90 Mitgliedsorganisationen entscheidend, dass eine stringente Förderung der Sprachenvielfalt in Europa auch die kleinen und kleinsten Sprachen umfasst. Es wäre ein Fehler, wenn Mehrsprachigkeit sich nur auf die offiziellen Staatssprachen beschränkt. Europa ist bedeutend vielfältiger als die 23 Amts- und Arbeitssprachen der Europäischen Union ausweisen“, so FUEV-Direkter Jan Diedrichsen, der an den Sitzungen der Plattform teilgenommen hat.

Der Bericht fordert unter anderem einen europäischen Plan, der die gefährdeten Sprachen in Europa schützen und die Gleichberechtigung aller Sprachen sichern soll. „Diesen Ansatz findet die volle Unterstützung der FUEV; die kleinen und kleinsten Sprachen in Europa, die Minderheitensprachen, sind teilweise vom Aussterben bedroht. Da müssen die europäischen Entscheidungsträger – vor allem aber die Europäische Kommission und der Europäische Rat in Erscheinung treten und konkrete Vorschläge unterbreiten; als Verpflichtung zur Wahrung des gemeinsamen europäischen Kulturerbes “, so Diedrichsen.

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