Zusammensetzung des Kontaktausschusses für die deutsche Minderheit in Kopenhagen

Die neue Vorsitzende des Kontaktausschusses Christine Antorini

Der Kontaktausschuss bei der Regierung und Parlament in Kopenhagen ist auf nationaler Ebene das höchste politische Gremium für die Belange der deutschen Minderheit in Dänemark (weitere Informationen hier). 

Nach der Wahl zum Folketing hat sich das Gremium seitens der Abgeordneten konstituiert. Es gibt einige neue Gesichter, da sowohl Lise von Seelen (Sozialdemokraten), Bente Dahl (Radikale Venstre) als auch Søren Krarup (Dansk Folkeparti) nicht erneut kandidiert hatten.

Hier die Übersicht der Mitglieder sowie zum nachlesen ihre dänische und englische Biografie:

Benny Engelbrecht (Socialdemokraterne) – englische CV
Ellen Trane Nørby (Venstre)  – englische CV
Søren Espersen (Dansk Folkeparti) -  englische CV
Jesper Petersen (Socialistisk Folkeparti) - englische CV
Mike Legarth (Konservativ Folkeparti) -  englische CV
Lotte Rod (Radikale Venstre)  – englische CV
Mette Bock (Liberal Alliance) - englische CV
Christian Juhl (Enhedslisten) – englische CV

Die Vertreter der deutschen Minderheit in dem Gremium sind Hinrich Jürgensen, Claus Diedrichsen, Marit Rüdiger, Jan Diedrichsen und Uwe Jessen.

Ein neues Ministerium – eine neue Ministerin
Bei der Verteilung der Ressortkompetenzen anlässlich der Regierungsbildung wurde der Aufgabenbereich der deutschen Minderheit vom Innenministerium ins Bildungsministerium (Ministerium für Kinder und Bildung) verlegt.

Die Verankerung der Minderheitenfragen im Innenministerium hat sich in den vergangenen Jahren als erfolgreich erwiesen. (Bei den Verhandlungen zu Kommunalreform und bei den Verhandlungen über die Gleichstellung der Zuschüsse für die deutschen Minderheitenschulen im vergangenen Jahr).

Die Verknüpfung zum Bildungsministerium macht jedoch auch Sinn. Die Fragen der dänischen Minderheit sind von jäh her im Bildungsministerium untergebracht (Sydslesvigudvalget). Seit Dänemark 2009 ein eigenes Gesetz für die dänische Minderheit in Deutschland erlassen hat, wurde ein Sekretariat für Minderheitenfragen im Bildungsministerium etabliert.

Die Mitarbeiter, die sich im Bildungsministerium mit Minderheitenfragen beschäftigen, haben eine hohe fachliche Expertise, was sich nicht zuletzt bei den Verhandlungen der gemeinsamen deutsch-dänischen Beamtengruppe zur Untersuchung / Vergleich der Finanzierung der Schulsysteme der deutsche und dänischen Minderheiten gezeigt hat.

Es muss natürlich gewährleistet bleiben, dass die Fragen der deutschen Minderheit nicht zu einem „Anhängsel“ des Südschleswig-Sekretariats werden; die Belange müssen unabhängig von den Schwerpunkten der dänischen Minderheit bearbeitet und betrachtet werden. Dennoch wird es nicht von Nachteil für die Anliegen der deutschen Minderheit sein, auf Mitarbeiter zurückgreifen zu können, die sich ausschließlich mit Fragen der Minderheiten im deutsch-dänischen Grenzland und Europa (auch Schwerpunkt des neuen dänischen „Sydslesvigloven“) beschäftigen.

Zur Erwartung einer positiven Zusammenarbeit mit der Vorsitzenden des Kontaktausschusses, Bildungsministerin Christine Antorini, hat sich der Vorsitzende des Bundes Deutscher Nordschleswiger, Hinrich Jürgensen, zurecht bereits positiv geäußert. Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang auch das sehr deutliche Bekenntnis der Regierungschefin Hellen Thorning-Schmidt zur deutschen Minderheit anlässlich ihres Besuches während des Wahlkampfes in Apenrade.

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