Geschenke zum Geburtstag



Flemming Meyer ist 60 Jahre alt geworden und viele Gäste kamen zu seinem Geburtstagsempfang nach Schafflund / Skovlund. Da Flemming Meyer nicht nur aus einer sehr politischen Familie stammt, sondern auch selbst ein erfolgreicher und respektierter Landesvorsitzender und Landtagsabgeordneter des SSW (die Partei der dänischen Minderheit in Schleswig-Holstein) ist, waren selbstverständlich auch viele Kollegen aus anderen Parteien anwesend.

Der Landtagspräsident Torsten Geerdts (CDU) gratulierte mit einer persönlichen Rede, im Namen der Landtagskollegen. Aber besondere (politische) Beachtung fand die Gratulation des stellvertretenden Landesvorsitzenden der CDU, Bundestagsmitglied Ingebert Liebing. Nicht nur gratulierte er seinem langjährigen Duz-Kollegen Flemming Meyer, er hatte auch ein verbales Angebot zu unterbreiten. Er sprach nämlich im Namen des Landesvorsitzenden und Spitzenkandidaten der CDU, Jost de Jager, ein Angebot zu Verhandlungen aus. „Wenn ich eines in den letzten Monaten der Auseinandersetzungen gelernt habe, dann, dass die Frage der Gleichstellung der Schüler der dänischen Minderheit an dem Selbstverständnis der Minderheit an sich rührt“, so der Bundestagsabgeordnete von Sylt.
Ingbert Liebing sprach sich mit dieser Aussage zu den harten Auseinandersetzungen zwischen der Regierungskoalition in Kiel und der dänischen Minderheit zur Frage der Finanzierung der Schüler der dänischen Einrichtungen aus. Liebing verknüpfte die Erkenntnis zum Selbstverständnis der dänischen Minderheit mit dem Angebot, nun in direkte  Verhandlungen zur Lösung des seit Monaten schwellenden Konfliktes zu treten.

Ob sich das Angebot zu einem verspäteten Geburtstagsgeschenk für Flemming Meyer entwickelt, ist noch nicht abzusehen und müssen die Verhandlungen zeigen, die aber hoffentlich ernsthaft und recht bald auf höchster politischer Ebene beginnen mögen. Die Auseinandersetzungen, wie zuletzt im Landtag in Kiel zur Vorstellung des Minderheitenberichtes– so darf man hoffen – gehören dann bald wieder der Vergangenheit an. 

Dass die Frage der Gleichbehandlung alle Minderheiten vereint, unterstrich Gösta Toft, Sekretär der Schleswigschen Partei (Partei der deutschen Minderheit in Dänemark). Er unterstrich die besondere Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den Parteien der Minderheiten über die Grenze hinweg. „Das ihr uns als SSW nun aber europapolitisch von innen überholt, ist für mich nicht ganz einfach zu verkraften“, so Gösta Toft scherzhaft mit Blick auf das gewandelte Profil des SSW, weg von einer eher europa-skeptischen bzw. kritischen und gegen die allzu starke grenzüberschreitende Zusammenarbeit warnende Partei, hin zu einer heute sehr europapolitisch freundlich gesinnten Ausrichtung. Auch ein Verdienst von Meyer, wie Gösta Toft unterstrich.

Doch wenngleich die Politik nicht fehlen kann und darf, wenn ein Politiker und Landesvorsitzender wie Flemming Meyer einlädt, sprachen die vielen Redner (unter anderem der Generalkonsul Henrik Becker-Christensen, die Fraktionsvorsitzende des SSW, Anke Spoorendonk, Kreispräsident Eckhard Schröder) von einem gradlinigen, überzeugten und überzeugenden Kämpfer für die dänische Minderheit und das Land Schleswig-Holstein.

Hier der Lebenslauf von Flemming Meyer. 

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