Nationalismus und der weite Weg zur Versöhnung

Fußball weckt Emotionen. Leider wird das Spiel allzu oft auch für politische Botschaften missbraucht.  So auch gestern – am 14. Oktober 2014:

Während des Qualifikationsspiels zur Europameisterschaft segelte eine Drohne mit einer albanischen Flagge über das Stadium in Belgrad. Eine Provokation, die zu einer Schlägerei unter den Spielern führte. Einige Fans stürmten den Rasen und der Schiedsrichter brach das Spiel ab.  



Dieser Vorfall zeigt, wie aufgeladen emotional die Stimmung auf dem Balkan weiterhin ist.  Leider hat sich Europa von dem ehemaligen Krisengebiet abgewandt. Der Nationalismus grasiert aber in weiten Teilen des ehemaligen Jugoslawiens ungehindert weiter. 

Ein Pulverfass
Die Minderheiten haben es besonders schwer. Das gilt für alle Ländern des Westbalkans. Vor allem die Situation der Roma ist katastrophal und das Gewaltpotential der Nationalisten auf allen Seiten erschreckend. 

Fußball darf nicht trennen, sondern der Sport muss verbinden. Ein Fußballturnier der Minderheiten des Balkans, wäre eine Idee um das verbindende des Sportes zu nutzen. Dann jedoch ohne Drohnen und Flaggen-Kult. 

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