Jahresempfang 2014 der Sinti in Kiel: "Jedem das Seine - Stopp dem Rassismus - füreinander - miteinander - aufstehen!"



Der Verband der Sinti und Roma in Schleswig-Holstein - mit dem Vorsitzenden Matthäus Weiß an der Spitze - hat in die Räucherei in Kiel eingeladen. Mehr als 100 Gäste kamen. Es wurde die "Schleswig-Holsteinischen Meilensteine" vergeben. Sie stellen eine Ehrung und einen Dank für herausragendes Engagement dar. 

(Informationen zum Verband)

Der Abend fand in bester Stimmung statt. Es wurden zahlreiche Gespräche geführt und gemeinsam gefeiert. Es wurden insgesamt drei Preise vergeben: An Björn Engholm, Romani Rose und Thomas Matuszek. 

Renate Schnack, Minderheitenbeauftragte des Ministerpräsidenten, hielt eine Rede auf den Preisträger Björn Engholm der 1988 in seiner Amtszeit als Ministerpräsident das Amt des "Beauftragten in Angelegenheiten nationaler Minderheiten und Volksgruppen, Grenzlandarbeit und Niederdeutsch" ins Leben gerufen hatte. Er legte damit den Grundstein für die erfolgreiche Minderheitenpolitik in Schleswig-Holstein. Björn Engholm konnte leider während der Veranstaltung aufgrund eines anderen Termins nicht anwesend sein. Dafür nahm die ehemalige Ministerpräsidentin und ehemalige Gewinnerin des Meilensteins Heide Simonis die Auszeichnung stellvertretend entgegen. Björn Engholm schickte uns aber bereits vor der Veranstaltung eine Videobotschaft, die wir beim Jahresempfang abspielen konnten.



Romani Rose begründete 1970 die Sinti/Roma-Bürgerrechtsbewegung, war Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Sinti und Roma und konstituierte 1982 den Zentralrat Deutscher Sinti und Roma. Die Organisationsstruktur der heutigen deutschen Sinti und Roma wurde durch sein Engagement maßgeblich geprägt.

Thomas Matuszek gründete 1980 den´ Verein zur Durchsetzung der Rechte der Sinti in Kiel und Schleswig- Holstein´. Mit seinen Kontakten, seinem Wissen und seinen Ideen trug er zur ersten Interessenvertretung der Sinti und Roma in Schleswig-Holstein bei. Aus dieser Vertretung ging unser Landesverband in seiner derzeitigen Form hervor.

(Quelle und Fotos: Verband der Sinti und Roma in Schleswig-Holstein) 

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