„Windhauch der Geschichte“: Die Minderheiten feiern gemeinsam überwundene Gegensätze

BDN-Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen im Folketing. Foto: Nis Edwin List-Petersen.

Die dänische und die deutsche Minderheit haben gemeinsam im dänischen Parlament, im Beisein zahlreicher Abgeordnete, Minister, Präsidiumsmitglieder und Ehrengästen im schönen neuen Turm-Restaurant des Folketing, der nunmehr 150 Jahre zurückliegenden Schlacht von Düppel, im zweiten deutsch-dänischen Krieg von 1864, gedacht. 

Hier zur umfangreichen Berichterstattung im Nordschleswiger, Flensborg Avis hat leider keine Online-Artikel.

Ich gestehe, dass bei einigen der Reden und dem feierlichen Ambiente durchaus „Geschichtsgänsehaut-Gefühl“ aufkam. Wer bedenkt, dass noch vor einigen Jahren, die Zusammenstellung des umfangreichen Tischplans, sicherlich eine Kommission mit hochrangigen Vertretern bedurft hätte, verlief das in skandinavischer Gelassenheit abgehaltene Festessen in, ja, harmonischer Atmosphäre. 

Das Besondere an der Veranstaltung - die mit der Eröffnung der Ausstellung zum Schicksalsjahr 1864 ihren Höhepunkt fand - war, dass die Normalität im Umgang mit der Minderheitenfrage und dem gemeinsamen Füreinander im deutsch-dänischen Grenzland allen Orts greifbar war. Ohne dabei das Gefühl zu erwecken, dass diese lang erkämpfte Normalität, zur Selbstverständlichkeit geworden sei oder gar Geschichtsvergessenheit herrsche. Ganz im Gegenteil, wurde mehrmals unterstrichen, dass eine wichtige Aufgabe darin bestehe, die Erinnerung an die hart erkämpfte Normalität im deutsch dänischen Grenzland lebendig zu halten. 

Ein historischer Moment für das deutsch-dänische Grenzland, für die Minderheiten im dänischen Parlament. 

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