Deutsche Minderheit kritisiert Strategie des Außenministeriums


Der dänische Außenminister Martin Lidegaard und sein Kollege, der Handelsminister Mogens Jensen, haben eine außenpolitisches „Visionspapier“ - mit dem Titel „Mehr Dänemark in der Welt“ veröffentlicht. 

In einem Beitrag "Außenpolitik ´Made in Denmark´ - ohne Minderheiten" haben wir bereits kritisiert, dass dieses Papier mit keinem Wort die Minderheiten erwähnt, wenngleich der friedliche Ausgleich der Nationalitäten im deutsch-dänischen Grenzland sicher zu den größten außenpolitischen Errungenschaften der neueren dänischen Geschichte zu rechnen ist. 

Das neue Visionspapier hat den Vorsitzenden des Bundes Deutscher Nordschleswiger, Hinrich Jürgensen, nun dazu veranlasst, dem dänischen Außenminister zu schreiben. Er begrüßt, dass die Menschenrechte als „dänisches Exportgut“ hervorgehoben werden. Doch wundert sich, warum die nationalen Minderheiten nicht erwähnt werden. 

Jürgensen verweist auf die aktuelle Lage in Europa; die Lage auf der Krim, im Osten der Ukraine seien Beispiele dafür, wie schnell Minderheiten in einem großpolitischen Spiel instrumentalisiert werden können. Dänemark habe mit dem deutsch-dänischen Lösungsansatz, ein gutes Beispiel, wie nationale Konflikte überwunden werden können. Das Beispiel sollte Dänemark nicht verstecken, sondern vielmehr als "best praxis Beispiel" einsetzen.  

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