Friesen feiern Gesetz und immaterielles Biike-Kulturgut


Die Biike ist eine Tradition, die über (wie so oft, weiss Wikipedia die Hintergründe aufzuklären, hier) Jahrhunderte mit den Friesen und der Westküste verbunden sind. Die Friesen und vor allem der Friesenrat haben seit geraumer Zeit dafür gearbeitet, diese Tradition als offizielles „immaterielles Kulturerbe“ der UNESCO anerkannt zu bekommen. Kulturministerin Anke Spoorendonk in Kiel, selbst Vertreterin der Partei der Dänen und Friesen, SSW, freut sich in einer Pressemitteilung:


„Ich freue mich sehr, dass gleich einer unserer ersten landesspezifischen Anträge vom Friesenrat, also aus den Reihen der Minderheiten, aufgenommen wurde und gratuliere herzlich zum Platz im nationalen Verzeichnis Immaterielles Kulturerbe“, sagte Schleswig-Holsteins Kulturministerin Anke Spoorendonk. 

Den Beschluss das Birke-Brennen in das nationale Verzeichnis Immaterielles Kulturerbe aufzunehmen hat die Kulturministerkonferenz heute (12. Dezember) gemeinsam mit der Deutschen UNESCO-Kommission bekannt gegeben.

Empfang im Landtag
Gestern hatte der SSW zu einem Empfang im Landtag geladen, um einen wichtigen „Meilenstein in der Minderheitenpolitik“ zu feiern - vor 10 Jahren wurde das Schleswig-Holsteinische Friesen-Gesetz verabschiedet. 
Lars Harms, zum Empfang im Landeshaus. Lars Winter, twitter.
Der SSW-Fraktionsvorsitzender und Friese, Lars Harms, erklärte: Das Friesen-Gesetz hat dafür gesorgt, dass die friesische Sprache im öffentlichen Raum sichtbar ist; sie kann dadurch aktiv von den Friesen gesprochen und von der Mehrheitsbevölkerung gleichzeitig als lebendige Sprache wahr genommen werden“, so Harms, der als Initiator, das Gesetz mit auf den Weg gebracht hat. 

„Zweisprachige Beschilderung in den öffentlichen Gebäuden ist nicht nur eine Anerkennung der friesischen Sprache und Kultur, sondern auch ein touristischer Faktor. Es trägt dazu bei, das besondere Merkmal unserer Region hervorzuheben. Wir haben eine kulturelle und sprachliche Vielfalt um die uns viele beneiden“, so Harms.

Quellen: SSW, Kulturministerium

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