Grenzüberschreitende Mittelkürzung sorgt für Verwunderung


Der Kreistag des Kreises Schleswig-Flensburg hat für viel Verwunderung und Verärgerung beiderseits der Grenze gesorgt. Mit den Stimmen der SPD und CDU-Fraktion wurde die einseitige Kürzung des Zuschusses für den Betrieb des Regionskontors der Region Sønderjylland-Schleswig in der gestrigen Sitzung bestätigt. Die Partei der Dänen und Friesen, hatte den Antrag gestellt, die Kürzung zurück zu nehmen. Der Zuschuss wurde um 20 Prozent (22 000 Euro) gekürzt.

Damit – so wird befürchtet – setzt der Kreistag Schleswig-Flensburg alle anderen Mitglieder in dem Zusammenschluss -die Stadt Flensburg, der Kreis Nordfriesland, der Kreis Schleswig-Flensburg und von dänischer Seite die Region Syddanmark sowie die Kommunen Apenrade, Tondern, Hadersleben und Sonderburg - ebenfalls unter Druck gesetzt, ihren Zuschuss zu justieren. 

Politisch „pikant“ wird diese Entscheidung auch, weil Kreispräsident Ulrich Brüggemeier, als Vorsitzender der Region Sønderjylland-Schleswig tätig ist. 

Doch vor allem der Fronatlangriff auf die Arbeit der Region Sønderjyllands-Schleswig im Allgemeinen und des Regionskontors im Besonderen löste grenzüberschreitendes Kopfschütteln hervor. Unter Beobachtern wird just die Leistung des Regionskontors mit nur begrenzten Mittel gut Arbeit zu leisten, hervorgehoben. Vergleicht man die zur Verfügung stehenden Mittel mit denen anderer entsprechender Regionen Europas, fallen diese eher bescheiden aus. Vor allem für die Beratungsleistung in Grenpendlerfragen genießt das Kontor in Bau einen sehr guten Ruf!

(Hier kann man zitiert die schweren Vorwürfe des CDU-Fraktionsvorsitzenden Karsten Stühmer und seinem SPD-Kollegen Ingo Degner nachlesen)

Doch anstatt die Auseinandersetzung intern im Vorstand zu führen (Hier die Vorstandsmitglieder) – hat man im Kreis Schleswig-Flensburg mit der einseitigen Mittelkürzung die öffentliche Auseinandersetzung gewählt. 

Es bleibt nun zu hoffen, dass die vernünftigen Stimmen in der SPD und CDU in Schleswig-Holstein Klartext reden. Der Kreis Schleswig-Flensburg gefährdet mit seiner Entscheidung eine gut funktionierende Zusammenarbeit, die über Jahrzehnte gewachsen ist und von weitsichtigen Politikern gegen große politische Widerstände etabliert wurde.

Der Nordschleswiger hat dazu einen passenden Leitartikel verfasst. 



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