Älvalisch - Schweden ist gefragt


Der kleine Prinz auf Älvdalisch - Verlag Tintenfass

Das Expertenkomitee der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen des Europarates hat im Januar 2015 den Bericht für Schweden vorgelegt


Die Experten raten in dem Bericht den Verantwortlichen in Stockholm, die bedrohte Sprache Älvdalisch als Regionalsprache in Schweden anzuerkennen. Bislang ziehen sich die Offiziellen in Schweden darauf zurück, dass es sich bei Älvdalisch um einen schwedischen Dialekt handelt. Was unter anderem von Dr. Yair Sapir zurückgewiesen wird. In einem Aufsatz "Bedrohte Sprachen in Europa: Älvdalisch" (2007) schreibt er:

"In der Mitte Skandinavien findet sich eine eigenartige nordische Sprachvarietät, die Älvdalisch heißt. Schon seit Jahrhunderten fasziniert diese Sprache sowohl Forscher als auch Laien. Mit seiner Nasalität und alten Silbenstruktur weist es heute noch Merkmale auf, die sogar im Isländischen schon längst verschwunden sind. Wie diese Sprache sich durch die Genrationen so gut erhalten konnte, kann jedoch niemand mit Sicherheit sagen ... Dass Älvdalisch eine eigene Sprache ist, lässt sich an mehreren Kriterien erkennen. Der sprachliche Abstand zwischen Älvdalisch und Schwedisch ist größer als zwischen Schwedisch und Norwegisch oder Dänisch"

Die Sprache wird im nördlichen Teil der zentralschwedischen Provinz Dalarna von ungefähr 3000 Personen gesprochen. Doch es ist eine Sprache, die sich gegen das Aussterben stemmt. Dr. Yair Sapir schreibt:

Heute gibt es noch Menschen aller Generationen, auch Kinder, die Älvdalisch als Muttersprache lernen. Bei den Älteren ist die Sprache natürlich am besten bewahrt. Ohne einen anerkannten Sprachstatus sind die Ressourcen jedoch knapp, um Material für diese Sprachgemeinde zu produzieren.


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