Doppelspitze beim AdR: Karl-Heinz Lambertz 2017 Präsident


Der Ausschuss der Region hat auf seiner heutigen Sitzung (12. Februar 2015) die Präsidentschaft für die kommenden fünf Jahre gewählt. 

Karl-Heinz Lambertz, der aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft stammende, ehemalige Ministerpräsident, wurde zum stellvertretenden Präsidenten gewählt. Die nächsten zweieinhalb Jahre wird der Finne Markku Markkula (EVP) dem Zusammenschluss der regionalen und kommunalen Gebietskörperschaften in Europa vorstehen. 

Karl Heinz Lambertz (PSE) wird laut einer Absprache mit der EVP den Finnen nach zweieinhalb Jahren als Präsidenten ablösen. Damit wird erstmals ein Vertreter der Deutschsprachigen Gemeinschaft aus Belgien, der sich wiederholt als Förderer und Unterstützer der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in Europa sowie hartnäckig für die Minderheiten in Europa eingesetzt hat, die Führung des Ausschuss der Regionen übernehmen.

Karl Heinz Lambertz ist Präsident des Parlaments der DG in Eupen und Vorsitzender des Zusammenschlusses der Grenzregionen in Europa Arbeitsgemeinschaft Europäischer Grenzregionen (AGEG

Hier die Pressemitteilung des AdR

Fakten Ausschuss der Regionen (Quelle Wikipedia)

Der Ausschuss der Regionen ist die Versammlung der Regional- und Kommunalvertreter der Europäischen Union (EU), die den subnationalen Gebietskörperschaften (d. h. Regionen, Bezirken, Provinzen, Städten und Gemeinden) im institutionellen Gefüge der EU unmittelbar Gehör verschafft. Durch ihn soll gewährleistet werden, dass diese ihren Standpunkt zur Politik der EU einbringen können und regionale und lokale Identitäten und Vorrechte respektiert werden.

Der AdR wurde 1994 aus zwei Erwägungen heraus errichtet: Erstens werden etwa drei Viertel der EU-Rechtsvorschriften auf lokaler oder regionaler Ebene umgesetzt, sodass es durchaus sinnvoll ist, wenn Vertreter der lokalen und regionalen Ebene bei der Entwicklung neuer EU-Gesetze ein Mitspracherecht haben. Zweitens sorgte man sich darum, dass sich zwischen der Öffentlichkeit und dem Prozess der europäischen Integration eine zunehmende Kluft auftun könnte; die Einbeziehung der gewählten Vertreter derjenigen Regierungs- und Verwaltungsebene, die den Bürgerinnen und Bürgern am nächsten ist, war eine Möglichkeit, diese Kluft zu überwinden.

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