Yul Brynner - ein Weltstar und Roma


Es gibt Roma, die ihre Wurzeln verleugnen, die hinter vorgehaltener Hand von Ängsten berichten, dass ihre Identität als Roma ihnen in Beruf oder Gesellschaft Nachteile bringen könnten und daher lieber nicht davon sprechen. Verständlich, da die Vorurteile gegenüber "den Roma" noch immer auch in so genannten aufgeklärten Kreisen anzutreffen sind. Bestenfalls in Form von folkloristischen Vorurteilen, wie "so sind sie halt - die wollen das so, das liegt in ihrer Natur" - oder auch häufig in Form von unkaschierten Rassismus. 

Doch es gibt auch Beispiele für Personen, die ihren Status, ihre Berühmtheit genutzt haben, um das Bild der Roma in der Öffentlichkeit zu verbessern. Ein Weltstar, der seine Roma-Wurzeln nie verleugnet hat, ist der legendäre Schauspieler Yul Brynner.

Yul Brynner beim Weltkongress der Roma. Quelle: Romafondation

Yul Brynner (1920-1985) war nicht nur bis zu seinem Tod 1985 Ehrenpräsident der Internationalen Romani Union, sondern nahm aktiv am ersten Weltkongress der Roma 1971 in London und am 2. Weltkongress 1978 in Genf teil. Er machte die Organisation der Roma international bekannt und zum Mitglied des Wirtschafts- und Sozialrats der Vereinten Nationen (UN-ECOSOC).

In Waldiwostok geboren, zog es den jungen Mann nach Paris. Dort trat er als Artist und Sänger von Romani-Liedern in russischen Nachtklubs auf. Der 2. Weltkrieg vertrieb die Familie aus Paris nach New York, wo der Schauspieler dann seinen einzigartige Kino-Karriere begann. 

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