Warten auf Athen: Anschläge auf Moscheen sorgen für Aufregung

Foto: abttf.org

Die neue griechische Regierung ist mit dem Anspruch angetreten, vieles besser zu machen und für eine neue Kultur der Rechtsstaatlichkeit und Demokratie einzutreten. Das hat die Hoffnungen geweckt, dass ein Kurswechsel in der Minderheitenpolitik des Landes bevorsteht. 

Griechenland würde heute nicht Mitglied der EU werden können, weil man eine desaströse, gegen alle Standards verstoßende Minderheitenpolitik führt. Die türkische Minderheit darf sich als solche nicht definieren, sondern muss sich auf die religiöse Komponente ihrer Existenz zurückziehen. Die slawische mazedonische Minderheit wird in ihrer Existenz geleugnet. 


Alexis Tsipras – wie halten Sie es eigentlich mit den Minderheiten?

Leider hat sich die griechische Regierung um das Thema der Minderheiten bis heute nicht gekümmert. Es ist daher mit berechtigter Sorge verbunden, wenn derzeit aus West Thrakien Meldungen eintreffen, die von Brandanschlägen auf Moscheen in dem Gebiet der türkischen Minderheit berichten. 

In Komotini wurde ein Anschlag auf eine Mosche und ein Masjid der türkischen Minderheit verübt. Laut der Zeitung Birlik haben unbekannte Personen am Freitag, den 17.04.2015 in den frühen Morgenstunden die Mahmutağa Moschee im Stadtviertel Yenice Komotini’s in Brandt gesteckt.  Zeitgleich wurde ein weiterer Anschlag auf ein Masjid (kleines Gotteshaus) in einem anderen Stadtviertel Komotini’s verübt. Die unbekannten Personen haben zehn Zypressenbäume um das Gotteshaus herum abgesägt und einen Grabstein zerstört.

Aus Athen kam bislang keine Verurteilung der Anschläge. 

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