2015: Wahlergebnis in Nordschleswig

Viele Nordschleswiger haben sich mit Verwunderung die Augen gerieben, als die ersten Wahlergebnisse aus dem Landesteil veröffentlicht wurden. Dansk Folkeparti ist in Apenrade, Sonderburg, Hadersleben und Tondern stärkste Kraft. 







DF setzt sich für Grenzkontrollen, schärfere Asylgesetzgebung und einen kritischen EU-Kurs ein.

Der Thulesen Dahl-Effekt hat eine entscheidende Rolle für das über dem Landesdurchschnitt liegende Ergebnis von DF in Nordschleswig gespielt. Der DF-Vorsitzende hat alleine 57.371 persönliche Stimmen erzielt. 

Mike Legarth (Konservative) und Karina Lorenzen (Sozialisten) sind nicht mehr dabei. Das ist bedauerlich, da sie sich in ihren Funktionen als Abgeordnete aus dem südlichen Landesteil stark für die deutsche Minderheit im Kontaktausschuss eingesetzt haben. Die Alternative hat im Süden des Landes kein Mandat erzielen können. Die linkssozialistische Einheitsliste verteidigt ihr Mandat.

Für Venstre haben Carl Holst, Ellen Trane Nørby, Eva Kjer Hansen, Hans Christian Schmidt und Anni Matthiesen die Mandate gewonnen. Es kommt einer mittleren Sensation gleich, dass der ehemalige Minister und Chefunterhändler von Lars Løkke Rasmussen in vielen schwierigen Verhandlungen, Peter Christensen, Apenrade, es nicht geschafft hat. Der Siegeszug von DF fordert seinen Tribut. Venstre verliert in Süddänemark zwei Mandate.

Bei den Sozialdemokraten haben Bjarne Corydon, Benny Engelbrecht, Jesper Petersen, 
Karen Klint und Troels Ravn die fünf Mandate verteidigt. Anne Sina aus Apenrade hat es leider nicht geschafft. 

Stephan Kleinschmidt – in der Kommunalpolitik für die Partei der deutschen Minderheit – SP - in Sonderburg aktiv, hat sich als Kandidat der Sozialliberalen / Radikale Venstre um ein Mandat beworben. Er musste sich knapp der amtierenden MF´erin Lotte Rod geschlagen geben.  

Dansk Folkparti gewinnt zwei Mandate hinzu. Neben dem Vorsitzenden Thulesen-Dahl gewannen Peter Kofod Poulsen, Jan Rytkjær Callesen, Karina Adsbøl, Marie Krarup, Susanne Eilersen

Die Liberale Allianz zieht mit zwei Mandaten ins Folketing ein – Mette Bock und Henrik Dahl.

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