Dänische Minderheit feiert Volksfest



Vom 19. bis 21. Juni 2015 finden in Südschleswig - dem nördlichsten Teil des Bundeslandes Schleswig-Holstein, Deutschland - die dänischen „Aarsmøder“ (Jahrestreffen) statt. Zwischen 15.000 - 20.000 Mitglieder der dänischen Minderheit und viele Gäste treffen sich an mehreren Orten des Landesteils zu einem großen Volksfest. 

Es wird auch von dänischen Abgeordneten und Regierungsmitgliedern besucht, die in ihren Reden die Verbundenheit Dänemarks mit den "Landsleuten in Deutschland" ausdrücken. 

In diesem Jahr müssen die Aarsmøder jedoch mit deutlich weniger Politik-Prominenz auskommen. Zahlreiche Minister und Abgeordnete haben absagen müssen, da am 18. Juni 2015 in Dänemark gewählt wird. 

Hauptveranstalter ist der Kulturträger der dänischen Minderheit, Sydslesvigsk Forening (SSF)Das Fest wird in Zusammenarbeit mit dem Friisk Foriining veranstaltet. Der Dachverband der Friesen kooperiert eng mit der dänischen Minderheit. 
Programm 
Die ersten Aarsmøder in Südschleswig wurde 1921 durchgeführt. Sie symbolisieren seitdem die enge Verbundenheit der dänischen Südschleswiger mit dem Königreich und umgekehrt. Die nationale Symbolik kommt dabei nicht zu kurz - es findet unter anderem ein von Dannebrog prangender Aufzug durch Flensburg statt. 

Das Fest ist immer auch eine nationale Manifestation gewesen und hat in Zeiten des deutsch-dänischen Grenzkampfes und der nationalen Gegensätzen auf beiden nationalen Seiten Emotionen hervorgerufen. 

Seit 1989 nimmt die Landesregierung in Kiel - häufig durch den Ministerpräsidenten vertreten -an den Feierlichkeiten teil. Seit 1994 weht auch das Stadtwappen Flensburgs auf dem Festzeltplatz und nach langjähriger Diskussion, wurde 2006 erstmals auch die Bundesdeutsche Fahne gehisst. 


Wer der dänischen Sprache mächtig ist und mehr wissen will, dem ist der Artikel von Karen Magerte Petersen - Se danske årsmøder i Sydslesvig - et nationalt ritual? zu empfehlen


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