Ende einer Minderheiten-Sommer-Reise



Nach 26 Folgen endet die Sommerserie „Europas Minderheiten“. Ich hoffe, es ist gelungen, die Bandbreite der kulturellen, sprachlichen und politischen Wirklichkeit Europas anzureißen. Leider ist diese Vielfalt ein viel zu gut gehütetes Geheimnis; nicht so sehr unter den Lesern des Nordschleswigers, die oftmals selbst einer Minderheit angehören. Erschreckend ist jedoch immer wieder festzustellen, wie wenig Wissen in der Mehrheitsgesellschaft und in der Politik vorhanden ist; es gilt noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Daher ist es erfreulich, dass durch die enge Zusammenarbeit des Nordschleswiger mit dem Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag die Artikel nun auch online den Lesern des SHZ zur Verfügung gestellt werden.

Persönlich hat mich überrascht und gefreut, wie viele Rückmeldungen ich in den vergangenen zwei Monaten erhalten habe. Sei es mit konstruktiver Kritik, Literaturhinweisen und Ideen für neue Artikel oder einfach einem spannenden Telefonat über eigene Erfahrungen und Anschauungen.

Mehrmals wurde mir freundlich nahegelegt, dass ich überwiegend über Probleme und Sorgen der Minderheiten berichte und zu wenig über das Positive – die kulturelle und sprachliche Vielfalt, das gute Zusammenleben früher verfeindeter Gemeinschaften: Schreib doch über Ivo Andri, Jurij Brezan, Günther Grass, Sibelius, Emil Nolde und alle die vielen erfolgreichen, kreativen „Minderheitenmenschen“ in Europa, heißt es in einem Brief. Eine gute Idee – da gibt es viel zu berichten. Vielleicht im nächsten Sommer.

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