Serbische Minderheit in Kroatien ist alarmiert


Die anhaltenden Spannungen zwischen Kroatien und Serbien bereitet der serbischen Minderheit in Kroatien große Sorge. Hintergrund für die bilateralen Unstimmigkeiten der ehemaligen Kriegsgegner ist die aktuelle Flüchtlingskrise. Kroatien beschuldigt den Nachbarn Serbien, die vielen Flüchtlingen gezielt an die Kroatische Grenze zu lotsen. 

Sasa Milosevic, Sprecher des Nationalrats der Serben in Kroatien erklärte gegenüber BIRN, dass "die Erfahrungen uns zeigen, dass bei sich verschlechternden Beziehungen zwischen Kroatien und Serbien, die Minderheiten die ersten Opfer sind". Die Stimmung ist gereitzt, noch gibt es keine konkrete Meldungen von gewaltsamen Übergriffe auf Minderheitenangehörige. 

Doch alle Beteiligten sind in hoher Alarmbereitschaft. Die Jugend-NGO für Menschenrechte demonstrierte am vergangenen Freitag sowohl in Zagreb als auch Belgrad mit dem Slogan:  ‘Ne igrajte se devedesetih’ (‘Keine Spielchen mit den 1990er)

Die Erinnerungen an die verheerenden Kriege auf dem Balkan mit massiven Vertreibungen und Völkermord stehen bei vielen noch in deutlicher Erinnerung. 

Laut der letzten Volkszählung leben in Kroatien rund 190.000 Angehörige der serbischen Minderheit. Vor dem Krieg waren es rund 400.000 Personen. 

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